Sparerpauschbetrag/Abgeltungssteuer/Freistellungsauftrag
Seit dem 01.01.2023 wurde der Freibetrag auf Kapitalerträge, wie Zinsen und Dividenden auf 1.000 € pro Jahr bzw. 2000 € (für gemeinsam Veranlagte) pro Jahr angehoben (Stand 2024).
Das bedeutet, dass Zinserträge und Kapitalerträge bis zu diesem Betrag abgeltungssteuerfrei bleiben. Erst wenn die erzielten Erträge darüber liegen, werden sie steuerpflichtig.
Damit eine ausgeschüttete Dividende ohne Abzug der Kapitalertragssteuer und des Solidaritätszuschlages an das Mitglied ausgezahlt wird, benötigen wir deshalb von unseren Mitgliedern einen Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung, um die Dividende in voller Höhe auszahlen zu können.
Bitte beachten Sie, wenn Sie Zins- oder Dividendeneinkünfte aus unterschiedlichen Anlagen erzielen, lässt sich der Freistellungsauftrag aufteilen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Sparer-Pauschbetrag in Summe nicht überschritten werden darf. Ein Freistellungsauftrag kann als PDF heruntergeladen werden oder in unserer Geschäftsstelle angefordert werden.
Sollte das Mitglied keine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgeben und nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden (weil das Mitglied z.B. Rentner ist oder keine steuerpflichtigen Einkommen bezieht) und Zinseinkünfte über dem Sparer-Pauschbetrag beziehen, so kann das Mitglied beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen.
Auch wenn uns das Mitglied eine Nichtveranlagungsbescheinigung einreicht, können wir ihm wie bisher die Dividende ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag ausbezahlen. Eine Nichtveranlagungsbescheinigung bleibt i. d. R. drei Jahre gültig. Das Mitglied muss vor Ablauf der Gültigkeitsdauer eine neue Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen und uns diese vorlegen.
Gemeinnützige Baugenossenschaft
Mainspitze eG
Einbehalt der Kirchensteuer auf Kapitalertäge
Seit dem 01.01.2015 sind wir bei Dividendenzahlungen gesetzlich verpflichtet, bei einer bestehenden Kirchensteuerpflicht zusätzlich zum Kapitalertragsteuerabzug auch den Kirchensteuerabzug vorzunehmen.
Die zur Vornahme des Kirchensteuerabzugs notwendigen Daten (Kirchensteuerabzugsmerkmal = KISTAM) werden vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zur Verfügung gestellt und einmal im Jahr (im Zeitraum vom 01.09. bis 31.10.) beim BZSt abgerufen.
Sie können der Herausgabe Ihrer Daten durch das BZSt widersprechen. Hierfür müssen Sie gegenüber dem BZSt einen sogenannten „Sperrvermerk“ erteilen. Der Kirchensteuerabzug durch uns unterbleibt dann. Ein einmal erteilter Sperrvermerk bleibt bis auf Ihren schriftlichen Widerruf bestehen.
Das zur Erteilung des Sperrvermerks erforderliche Formular finden Sie unter der folgenden Internetadresse: www.formulare-bfinv.de – Formularcenter – Suchbegriff „Kirchensteuer“ oder „Sperrvermerk“.
Wollen Sie einen Sperrvermerk erteilen, muss dieser bis zum 30.06. diesen Jahres beim BZSt eingehen!Haben Sie einen Sperrvermerk erteilt, sind Sie verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben, um zur Kirchensteuer veranlagt werden zu können.
Bei Mitgliedern, die bereits eine Nichtveranlagungsbescheinigung oder einen Freistellungsauftrag in ausreichender Höhe bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft abgegeben haben oder keiner Kirche angehören, wird kein Kirchensteuerabzug vorgenommen.
Bitte achten Sie darauf, dass bei Änderungen des Familienstands ein erneuter Freistellungsauftrag bzw. eine Nichtveranlagungsbescheinigung bei uns abgegeben werden muss.
Damit Sie Ihre Dividenden und unsere Mitteilungen stets ordnungsgemäß erhalten, ist es ebenfalls erforderlich, Änderungen Ihres Wohnortes und Ihrer Bankverbindung mitzuteilen.
Die Abfrage des KISTAM erfolgt jährlich und wird von uns automatisch ohne nochmalige schriftliche Ankündigung vorgenommen.